EMT 927
 

EMT 927

Heutzutage ist es schon etwas besonderes einen EMT 927 zu sehen oder ihn sogar zu besitzen. Dabei stand bei der Entwicklung nicht der Klang im Vordergrund. Bei EMT war nicht Klang das Thema, sondern Neutralität. Auf technisch also: "Keine Beeinflussung des Signals". Weder elektrischer Natur im Verstärker noch mechanischer Natur bei der Abtastung.

Der große Plattenteller diente aber nicht nur den guten Gleichlaufeigenschaften, sondern hatte auch rein praktische Gründe: Die großen Platten, die zum Beispiel beim BFBS komplette Sendungen enthielten, konnten mit EMT 927 ohne Einschränkungen abgespielt werden. Die geschnittenen Folien und Zwischenschritte zur Schallplattenpressung passten ebenso gut auf das Gerät. Aus diesem Grund war der EMT 927 bei fast allen Schallplattenfirmen zu finden. Bei den "kleinen" Plattenspielern von EMT musste dann die Tonarmauflagebank ausgeschnitten werden, weil anders keine großen Durchmesser auf den Plattenteller passten.

Als Optionen und Sonderversionen gab es die optische Rillenanzeige, die über einen Lichtzeiger die Stellung des Tonarms über der Platte anzeigt, einen versenkbaren Mitteldorn, um Platten besser zentrieren zu können und sogar einen zweiten Lift für einen zweiten Tonarm.

Heute ist der Vorteil der EMT 927, dass sie von Hause aus einen langen Tonarm hat, wogegen die Frage nach der Montage eines langen Armes auf anderen EMT-Geräten eher verneint werden muss.

Natürlich gilt auch bei EMT 927, dass Motor und Hilfs-Plattenteller für eine bestimmte Netzfrequenz hergestellt wurden. Das heißt, der Motor ist fehlabgeglichen, wenn er mit einer abweichenden Frequenz betrieben wird (zum Beispiel, um die Feinregelbremse zu umgehen, die auf den Gleichlauf einen nachweisbar positiven Effekt hat).

Verschleißmaterial wie Zwischenrad, Öl, Abgleichkondensator liefere ich gerne im Bedarfsfall.

© fabritius 2004 -11